Mission: Wissensintegration für systemische Innovationen

Das Leibniz-Lab „Systemische Nachhaltigkeit“ befasst sich gemeinsam mit gesellschaftlichen Akteuren mit Biodiversität, Klima, Landwirtschaft und Ernährung als einem Handlungs- und Konfliktfeld durch

  • Integration von Wissen aus der Wissenschaft und von gesellschaftlichen Gruppen
  • Abschätzung der systemischen Nachhaltigkeit und Untersuchung systemischer Innovationen
  • Weiterentwicklung der Wissenschaftskommunikation und Erstellung von Transferprodukten zugeschnitten auf bestimmte Zielgruppen

Es bezieht die Verflechtungen von der lokalen-regionalen Ebene im globalen Norden und Süden bis zur internationalen Ebene ein.

Monad

Herausforderungen

Die aktuelle sozioökologische Krise manifestiert sich in gravierender Weise in dem Spannungsverhältnis zwischen Biodiversität und Klima einerseits und Landwirtschaft und Ernährung andererseits. Während die weltweite Nachfrage nach Nahrungsmitteln steigt und die Intensität der Landwirtschaft zunimmt, beschleunigen sich der Verlust der Biodiversität und der Klimawandel rapide.

Infolgedessen steigen die Risiken für die regionale und globale Ernährungssicherheit ebenso wie die Notwendigkeit, die Landwirtschaft resilienter zu machen. Dies stellt die Erreichung einer Reihe von Zielen für eine nachhaltige Entwicklung in Frage. Bereits jetzt wurden mehrere planetare Grenzen überschritten.

Während Wissenschaftler viele Facetten dieser Herausforderung bereits untersuchen, unterstreicht der enorme Bedarf an gesellschaftlichen Entscheidungen und Maßnahmen die Notwendigkeit für umfassendere und handlungsorientierte Erkenntnisse.

Besondere Aufmerksamkeit erfordern die komplexen Wechselbeziehungen zwischen den gesellschaftlichen Dynamiken und den biophysischen Prozessen, die Zielkonflikte und Umsetzungsprobleme sowie koordinierte Lösungen für Nachhaltigkeitstransformationen.

Um die Nutzbarkeit und Relevanz solcher Erkenntnisse zu verbessern, gewinnt auch der Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zunehmend an Bedeutung. Die Eignung von Dialogforen und -formaten sowie die Art und Aufbereitung von Inhalten sind deshalb zu reflektieren.

Steuerungsgruppe

Koordinationsteam

Projektbeitrat

  • Prof. Dr. Ulrich E. Schaible (FZB), Sprecher des Forschungsverbunds Leibniz INFFECTIONS; Vorsitzender des Beirats
  • Prof. Dr. Nicole Deitelhoff (PRIF), Sprecherin des Leibniz-Forschungsnetzwerks „Umweltkrisen – Krisenumwelten“
  • Prof. Dr. Frank Ewert (ZALF), Sprecher des Strategieforums “Nachhaltige Agrar- und Ernährungssysteme“
  • Prof. Dr. Hans-Peter Grossart (IGB), Repräsentant des Leibniz-Forschungsnetzwerks „Earth & Societies“
  • Prof. Dr. Tilman Grune (Dife), Sprecher des Leibniz-Forschungsnetzwerks „Grüne Ernährung – Gesunde Gesellschaft“
  • PD Dr. Kirsten Thonicke (PIK), Sprecherin des Leibniz-Forschungsnetzwerks „Biodiversität“
  • Prof. Dr. Klaus Tochtermann (ZBW), Sprecher des Leibniz-Forschungsnetzwerks „LeibnizData“
  • Prof. Dr. Ludger Wessjohann (IPB), Sprecher des Leibniz-Forschungsnetzwerks „Wirkstoffe“
  • Prof. Dr. Marc Wolfram (IOER), (Co-)Sprecher des Leibniz-Forschungsnetzwerks „Wissen für Nachhaltige Entwicklung” + Leibniz-Forschungsnetzwerks „Räumliches Wissen für Gesellschaft und Umwelt“

Kontaktpersonen

Kontaktperson ‘Gleichstellung, Diversität und Inklusion’

  • Carolin Grumbach (PIK)

Kontaktperson ‘Forschungsethik’

  • Dr. Heiko Stuckas (SGN)

MitgliederLeibniz institutionen beteiligt am Leibniz Lab "Systemische Nachhaltigkeit"

ARLARL – Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft, Hannover
ATBLeibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie, Potsdam
DIfEDeutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke
DIEDeutsches Institut für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen, Bonn
DIWDeutsches Institut für Wirtschaftsforschung, Berlin
DSMDeutsches Schifffahrtsmuseum – Leibniz-Institut für Maritime Geschichte, Bremerhaven
DSMZLeibniz-Institut DSMZ–Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen, Braunschweig
FZBForschungszentrum Borstel – Leibniz Lungenzentrum
GESISGESIS –Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, Mannheim und Köln
GIGALeibniz-Institut für Globale und Regionale Studien, Hamburg
IAMOLeibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien , Halle
IAPLeibniz-Institut für Atmosphärenphysik an der Universität Rostock , Kühlungsborn
IGBLeibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei im Forschungsverbund Berlin
IGZLeibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau, Großbeeren
ifoifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München
IfWKiel Institut für Weltwirtschaft – Leibniz-Zentrum zur Erforschung globaler ökonomischer Herausforderungen
INPLeibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie, Greifswald
IÖRLeibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung, Dresden
IOWLeibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde
IPBLeibniz-Institut für Pflanzenbiochemie, Halle
IPKLeibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung, Gatersleben
IPHTLeibniz-Institut für Photonische Technologien, Jena
ISASLeibniz-Institut für Analytische Wissenschaften – ISAS, Dortmund and Berlin
IUFIUF – Leibniz-Institut für umweltmedizinische Forschung, Düsseldorf
IWHLeibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle
IWMLeibniz-Institut für Wissensmedien, Tübingen
LEIZALeibniz-Zentrum für Archäologie, Mainz
LIBLeibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels, Hamburg
LSBLeibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München , Freising
MfNMuseum für Naturkunde – Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung, Berlin
PIKPotsdam-Institut für Klimafolgenforschung
PRIFLeibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung, Frankfurt am Main
TROPOSLeibniz-Institut für Troposphärenforschung, Leipzig
SAFELeibniz-Institut für Finanzmarktforschung – SAFE Sustainable Architecture for Finance in Europe, Frankfurt am Main
SGNSenckenberg Gesellschaft für Naturforschung, Frankfurt am Main
TIBTIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften, Hannover
ZALFLeibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung, Müncheberg
ZASLeibniz-Zentrum Allgemeine Sprachwissenschaft, Berlin
ZBWZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft, Kiel und Hamburg
ZEWZEW –Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung, Mannheim
ZMTLeibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung, Bremen

Sektion A - Geisteswissenschaften und Bildungsforschung
Sektion B - Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Raumwissenschaften
Sektion C - Lebenswissenschaften
Sektion D - Mathematik, Natur- und Ingenieurwissenschaften
Sektion E - Umweltwissenschaften

Leibniz Gemeinschaft

Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 96 eigenständige Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen.

Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung, auch in den übergreifenden Leibniz-Forschungsverbünden, sind oder unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer, vor allem mit den Leibniz-Forschungsmuseen. Sie berät und informiert Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit.

https://www.leibniz-gemeinschaft.de/en/about-us/about-the-leibniz-association

Leibniz-Labs:

In drei Leibniz-Labs arbeitet ein weites Spektrum von Leibniz-Instituten interdisziplinär und mit Akteuren aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft zusammen, um für große gesellschaftliche Herausforderungen praxistaugliche Lösungen zu entwickeln.

Im Fokus stehen große Fragen der Gegenwart: Wie können wir uns besser auf künftige Pandemien vorbereiten? Wie können wir Biodiversität und Klima effektiv schützen und gleichzeitig eine widerstandsfähige Landwirtschaft zur Ernährungssicherung erreichen? Und wie können historische Erfahrungen aus fundamentalen Umbrüchen und Krisen helfen, unsere Gesellschaften resilienter zu machen?

Zur Bearbeitung dieser vielschichtigen Themen führen die Leibniz-Labs das umfangreiche Wissen der Leibniz-Gemeinschaft systematisch zusammen und machen es für die gesellschaftliche Praxis nutzbar. Dazu binden die Labs Stakeholder aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft ein. Indem sie das starke Innovations- und Transferpotenzial der Gemeinschaft erschließen, können sie als Katalysator und Wegbereiter für gesellschaftliche Transformationsprozesse wirken.

Mit dem neuen Format „Leibniz-Labs“ stärkt die Leibniz-Gemeinschaft ihre inter- und transdisziplinäre Exzellenz. Mit einem gesonderten Vorhaben werden die drei geförderten Leibniz-Labs durch intensive Vernetzung und Reflexion begleitet, um für zukünftige Initiativen der Gemeinschaft zu lernen.

https://www.leibniz-gemeinschaft.de/forschung/leibniz-labs