Prof. Dr. Jochen Schanze
Sprecher
Das Leibniz-Lab „Systemische Nachhaltigkeit“ befasst sich gemeinsam mit gesellschaftlichen Akteuren mit Biodiversität, Klima, Landwirtschaft und Ernährung als einem Handlungs- und Konfliktfeld durch
Es bezieht die Verflechtungen von der lokalen-regionalen Ebene im globalen Norden und Süden bis zur internationalen Ebene ein.
Die aktuelle sozioökologische Krise manifestiert sich in gravierender Weise in dem Spannungsverhältnis zwischen Biodiversität und Klima einerseits und Landwirtschaft und Ernährung andererseits. Während die weltweite Nachfrage nach Nahrungsmitteln steigt und die Intensität der Landwirtschaft zunimmt, beschleunigen sich der Verlust der Biodiversität und der Klimawandel rapide.
Infolgedessen steigen die Risiken für die regionale und globale Ernährungssicherheit ebenso wie die Notwendigkeit, die Landwirtschaft resilienter zu machen. Dies stellt die Erreichung einer Reihe von Zielen für eine nachhaltige Entwicklung in Frage. Bereits jetzt wurden mehrere planetare Grenzen überschritten.
Während Wissenschaftler viele Facetten dieser Herausforderung bereits untersuchen, unterstreicht der enorme Bedarf an gesellschaftlichen Entscheidungen und Maßnahmen die Notwendigkeit für umfassendere und handlungsorientierte Erkenntnisse.
Besondere Aufmerksamkeit erfordern die komplexen Wechselbeziehungen zwischen den gesellschaftlichen Dynamiken und den biophysischen Prozessen, die Zielkonflikte und Umsetzungsprobleme sowie koordinierte Lösungen für Nachhaltigkeitstransformationen.
Um die Nutzbarkeit und Relevanz solcher Erkenntnisse zu verbessern, gewinnt auch der Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zunehmend an Bedeutung. Die Eignung von Dialogforen und -formaten sowie die Art und Aufbereitung von Inhalten sind deshalb zu reflektieren.
Sprecher
RIA 1 co-lead
RIA 1 co-lead
RIA 2 co-lead
RIA 2 co-lead
RIA 3 co-lead
RIA 3 co-lead
RIA 3 co-lead
RIA 4 co-lead
RIA 4 co-lead
RIA 5 co-lead
RIA 5 co-lead
wissenschaftlicher Koordinator
RIA 1
RIA 1
RIA 2
RIA 2
RIA 2
RIA 3
RIA 3
RIA 4
RIA 4
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RIA 6
Kontaktperson ‘Gleichstellung, Diversität und Inklusion’
Kontaktperson ‘Forschungsethik’
| ARL | ARL – Akademie für Raumentwicklung in der Leibniz-Gemeinschaft, Hannover |
| ATB | Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie, Potsdam |
| DIfE | Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke |
| DIE | Deutsches Institut für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen, Bonn |
| DIW | Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, Berlin |
| DSM | Deutsches Schifffahrtsmuseum – Leibniz-Institut für Maritime Geschichte, Bremerhaven |
| DSMZ | Leibniz-Institut DSMZ–Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen, Braunschweig |
| FZB | Forschungszentrum Borstel – Leibniz Lungenzentrum |
| GESIS | GESIS –Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, Mannheim und Köln |
| GIGA | Leibniz-Institut für Globale und Regionale Studien, Hamburg |
| IAMO | Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien , Halle |
| IAP | Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik an der Universität Rostock , Kühlungsborn |
| IGB | Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei im Forschungsverbund Berlin |
| IGZ | Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau, Großbeeren |
| ifo | ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München |
| IfW | Kiel Institut für Weltwirtschaft – Leibniz-Zentrum zur Erforschung globaler ökonomischer Herausforderungen |
| INP | Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie, Greifswald |
| IÖR | Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung, Dresden |
| IOW | Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde |
| IPB | Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie, Halle |
| IPK | Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung, Gatersleben |
| IPHT | Leibniz-Institut für Photonische Technologien, Jena |
| ISAS | Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften – ISAS, Dortmund and Berlin |
| IUF | IUF – Leibniz-Institut für umweltmedizinische Forschung, Düsseldorf |
| IWH | Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle |
| IWM | Leibniz-Institut für Wissensmedien, Tübingen |
| LEIZA | Leibniz-Zentrum für Archäologie, Mainz |
| LIB | Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels, Hamburg |
| LSB | Leibniz-Institut für Lebensmittel-Systembiologie an der Technischen Universität München , Freising |
| MfN | Museum für Naturkunde – Leibniz-Institut für Evolutions- und Biodiversitätsforschung, Berlin |
| PIK | Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung |
| PRIF | Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung, Frankfurt am Main |
| TROPOS | Leibniz-Institut für Troposphärenforschung, Leipzig |
| SAFE | Leibniz-Institut für Finanzmarktforschung – SAFE Sustainable Architecture for Finance in Europe, Frankfurt am Main |
| SGN | Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, Frankfurt am Main |
| TIB | TIB – Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften, Hannover |
| ZALF | Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung, Müncheberg |
| ZAS | Leibniz-Zentrum Allgemeine Sprachwissenschaft, Berlin |
| ZBW | ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft, Kiel und Hamburg |
| ZEW | ZEW –Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung, Mannheim |
| ZMT | Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung, Bremen |
Sektion A - Geisteswissenschaften und Bildungsforschung
Sektion B - Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Raumwissenschaften
Sektion C - Lebenswissenschaften
Sektion D - Mathematik, Natur- und Ingenieurwissenschaften
Sektion E - Umweltwissenschaften
Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 96 eigenständige Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen.
Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung, auch in den übergreifenden Leibniz-Forschungsverbünden, sind oder unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer, vor allem mit den Leibniz-Forschungsmuseen. Sie berät und informiert Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit.
https://www.leibniz-gemeinschaft.de/en/about-us/about-the-leibniz-association
In drei Leibniz-Labs arbeitet ein weites Spektrum von Leibniz-Instituten interdisziplinär und mit Akteuren aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft zusammen, um für große gesellschaftliche Herausforderungen praxistaugliche Lösungen zu entwickeln.
Im Fokus stehen große Fragen der Gegenwart: Wie können wir uns besser auf künftige Pandemien vorbereiten? Wie können wir Biodiversität und Klima effektiv schützen und gleichzeitig eine widerstandsfähige Landwirtschaft zur Ernährungssicherung erreichen? Und wie können historische Erfahrungen aus fundamentalen Umbrüchen und Krisen helfen, unsere Gesellschaften resilienter zu machen?
Zur Bearbeitung dieser vielschichtigen Themen führen die Leibniz-Labs das umfangreiche Wissen der Leibniz-Gemeinschaft systematisch zusammen und machen es für die gesellschaftliche Praxis nutzbar. Dazu binden die Labs Stakeholder aus Gesellschaft, Politik und Wirtschaft ein. Indem sie das starke Innovations- und Transferpotenzial der Gemeinschaft erschließen, können sie als Katalysator und Wegbereiter für gesellschaftliche Transformationsprozesse wirken.
Mit dem neuen Format „Leibniz-Labs“ stärkt die Leibniz-Gemeinschaft ihre inter- und transdisziplinäre Exzellenz. Mit einem gesonderten Vorhaben werden die drei geförderten Leibniz-Labs durch intensive Vernetzung und Reflexion begleitet, um für zukünftige Initiativen der Gemeinschaft zu lernen.