Prof. Dr. Markus Huff
RIA 5 co-lead
Die Rahmenbedingungen für den Informationsaustausch über das Handlungs- und Konfliktfeld „Biodiversität, Klima, Landwirtschaft und Ernährung“ sind in besonderer Weise durch Fehl- und Desinformationen gekennzeichnet. Daher untersucht das Lab die Mittel der Wissenschaftskommunikation im Hinblick auf das umfassende praktische Wissen, das die angesprochenen Akteure benötigen. Die Gesellschaft ist bereits in gewissem Maße über Nachhaltigkeit und Klimawandel informiert, aber es fehlt ihr die Fähigkeit, falsche Aussagen über Klimawandel und Nachhaltigkeit zuverlässig als falsch zu erkennen. Viele Umfragen zeigen, dass die Bürger*innen insgesamt dem Thema Nachhaltigkeit eine hohe politische Bedeutung beimessen und verlässliches Wissen für ihr Handeln wünschen.
Auf politischer Ebene wird das Thema auch von der UNESCO und dem BMFTR unter dem Motto „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ als hochrelevant angesehen und entsprechend gefördert. Der Erfolg dieser Programme wurde noch nicht ausreichend evaluiert. Insgesamt verdeutlichen Studien das Ausmaß der Auswirkungen von Fehlinformationen auf die Öffentlichkeit und damit die Bedeutung einer forschungsbasierten Wissenschaftskommunikation, um den Bürger*innen verlässliches Wissen für ihr Handeln zu vermitteln.
Frühere Forschung zur Wissenschaftskommunikation für Handlungswissen waren themenspezifisch konzipiert und ignorierten die Besonderheiten der Zielgruppen auf verschiedenen Entscheidungsebenen (Bürger*innen, politische Entscheidungsträger*innen). Sie konzentrierten sich insbesondere auf die Vermittlung von wissenschaftlichen Grundkenntnissen und weniger auf praktisches Wissen für das Handeln.
Ziel des Forschungs- und Innovationsbereichs ist es, zielgruppen- und ebenspezifische Wissenschaftskommunikation anhand kritischer Fälle zu evaluieren, wissenschaftlich fundiert und datenbasiert zu erweitern und in Trainingsformate zu übersetzen. Dadurch soll nachhaltiges Handeln auf relevanten Entscheidungsebenen im Handlungs- und Konfliktfeld „Biodiversität, Klima, Landwirtschaft und Ernährung“ gefördert werden.
Darüber hinaus stellt ein modernes Forschungsdatenmanagement gemäß den FAIR-Kriterien sicher, dass die im Lab gewonnenen Forschungsdaten schnell für die weitere Nutzung verfügbar gemacht werden. Es schafft damit Grundlagen für eine breite interdisziplinäre Forschung zum Handlungs- und Konfliktfeld.
RIA 5 co-lead
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